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Die Papierfabrik Mühldorf

Foto: Marx, Leimen / Die Papierfabrik Mühldorf, mit allen Gebäuden einschließlich dem Konsum. Im Hintergrund, Richtung Glatz, die alte Schleife.

Quittungskarte von Maria Gertler, geb. Gellrich, aus Gabersdorf

Qittungskarte von Ernst Gertler, aus Gabersdorf. Er verunglückte am 30. 5. 1943 tödlich in der Papierfabrik Mühldorf.

D i e P a p i e r f a b r i k M ü h l d o r f

Der Ort Mühldorf gehörte kirchlich bis zur Vertreibung zur Kirchengemeinde Gabersdorf. Noch im April 1920 kamen auch die Schulkinder in die Schule nach Gabersdorf, danach wurden sie in Labitsch (Neißenfels) eingeschult. Als Anfang des 20.Jahrhunderts die Papierfabirk in Mühl-dorf errichtet wurde, war es ein Segen für Gabersdorf und die umliegenden Dörfer, die eine rein bäuerliche- und handwerkliche Struktur hatten. Die Fabrik wurde gebaut von der Ostdeutschen Papier-und Zellstoff AG, später unterstand diese den Schlesischen Cellulose-und Papierfabriken, Ewald Schöller und Co. Hirschberg-Cunnersdorf, im Riesengebirge. Ein weiteres Werk stand in Wartha-Frankenberg, etwas außerhalb der Graf-schaft Galtz. Die Fabrik, an der Glatzer Neiße gelegen befand sich nahezu auf einer Insel, denn man hatte, um Strom zu erzeugen, einen Graben längs der Fabrik gelegt, welcher das Wasser der Neiße abzweigte, das sodann auf Turbinen geleitet wurde. Wie sich später herausstellen sollte, kein ungefährlicher Standort. Denn am 1. September 1938, bei dem großen Hochwasser im Glatzer Land, stand die Fabrik unter Wasser. Der Schaden konnte behoben werden und die Fabik lief weiter. In der großen Arbeitslosigkeit stand diese einige Jahre still. Erst Ende 1933 wurde der Betrieb wieder weitergeführt, bis einige Zeit nach unserer Vertreibung. Im Jahre 1997 gab es erneut ein so gewaltiges Hochwasser. Nunmehr existiert die Fabrik nicht mehr. In den 20iger Jahren war die Mühldorfer Papierfabrik bekannt für die Qualität von buntem Pergamentpapier. In der sogenannten Schleife wurde das Holz vorgearbeitet, danach mit einer kleinen Bahn die etwa 1 Kilometer zur eigentlichen Zelluloseverar-beitung in die Fabrik gebracht. Wie in jedem Großbetrieb, so war auch die Papierfabrik von tödlichen Unfällen nicht gefeit. Am 5. Oktober 1920 verunglückten infolge einer Kesseexplusion 3 Schlosser und ein Schlosserlehrling.

Fotos: Von Hildegard Westermeier. geb. Krasel, Gabersdorf

Links: Die Papierfabrik Mitte: Der Maschinenraum Rechts: Die Schleife imnach dem Hochwasser, nach dem Hochwasser. Hochwasser.mit der Straße nach Gabersdorf.