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Die Wiltscher Straße, eine Straße mit Hintergrund

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Wenn wir von der Wiltscher Straße sprechen, so müssen wir zwei Straßen nennen. Die alte und die neue Straße. Beginnen wir mit der alten, also der ersten Straße nach Wiltsch. Diese führte zwischen dem Hause Elsner und dem Gasthaus Opitz, an der Kirchhofmauer entlang über den grünen Ring, den steilen Weg gerade hoch zum Sportplatz. Noch heute geht man auf alten Pflastersteinen nach oben. "zom Tonnploatze " (Turnplatz), wie wir ihn nannten. Seine Geschichte ist erwähnenswert. So heißt es in den Aufzeich- nungen von Walter Peschel: "Nach langandauernden Verhandlungen zwischen dem Grundbesitzer Reichsgrafen von Magnis auf Eckersdorf und dem Präses des kath. Gesellen-vereines St. Georg, Pfarrer Bartsch, wurde seitens der Grundherrschaft ein Flurstück, der sogenannte "Beckenberg, ( begrenzt durch die Linie *Beckenkreuz, Auslauf der Linie Friedrichsgrund -Wiese) und Zufahrt zu dem Feldstück am Friedrichsgrund, der Chaussee nach Wiltsch, ausgehandelt. Das Feldstück (etwa 4 Morgen hügeliges Gelände) wurde zunächst für 25 Jahre zur Verfügung gestellt, mit der Maßgabe das auch die Schule diesen Platz mitbenutzen kann. Die järliche Pacht betrug 3,-- RM. Die Herrichtung (Planie-rung) des Platzes wurde im Frühherbst 1931 begonnen und im Sommer 1932 beendet. Alles geschah vom Gesellenverein freiwillig! 250 cbm Erde wurden bewegt um den Platz zu eben. Die Fußballtore stiftete der Sägemüller Rother aus Gabersdorf." Lediglich 6 Arbeitslose Schufteten für einen Stundenlohn von 25 Pfg. mit. Doch bereits am 1. April 1934 wurde der Turnplatz, aus verschiedenen Gründen, an die politische Gemeinde übergeben. (So heißt es in der Pfarrchronik) - (*Beckenkreuz) Beckenkreuze nannte man auch Kreuze welche aufgestellt wurden um das Ende eines Bebauungsplanes anzuzeigen. Insofern könnte der Name stimmen, weil hinter dem Kreuz ja die geraden Felder des Dominiums begannen. Diese Art von Kreuzen wurden auch als Kirchwegkreuze bezeichnet, weil sie auf dem Wege von Kirchwe-gen standen und den Beginn der neuen Kirchgemeinde anzeigten. Somit hat das Beckenkreuz wohl auch seine doppelte Bedeutung. In den letzten Kriegstagen haben wir noch, mit unserem Pfarrer Rudolf Karger Bittprozessionen, mit der bitte um Beendigung des Krieges, zum neuen Beckenkreuz gemacht.Viele Gabersdorfer werden sich noch an die Bildkiefer erinnern, die auf der geraden Fläche der Wiltscher Straße, linker Hand auf dem Wege nach Wiltsch stand. An dieser Kiefer war ein wunderschönes Muttergottesbild angebracht.. Daher der Name Bildkiefer. Vielleicht gibt die Gabersdorfer Pfarrchronik darüber Aufschluß? Denn dort heißt es:"Am 27. .7. 1928 erlitt der Maurer Weigmann einen Unfall mit seinem Motorrad, auf dem Weg von Gabersdorf nach Wiltsch, in der Nähe der "Kiefer," kam aber ohne gros-sen Schaden davon." Ein Dank an die Muttergottes? Weiß jemand etwas Anderes???Nun, die Führung der Wiltscher Straße hat nach dem Bau im Jahre 1909 einen wunderschönen Verlauf genommen. Die steilen Teile sind etwas abgeschwächt worden und die Gefährlichkeit ist durch die ausgiebigen Kurven genommen. Ein Stück der alten Straße mit Pflasterung, war noch auf der Seite Richtung Weinberghaus, direkt am Kiefernwald zu finden. Die alte Straße hatte den Weg zwar abgekürzt, doch ist sie für Fuhrwerke wohl sehr beschwerlich gewesen. Die Wiltscher Straße führt über Wiltsch nach Silberberg, zur Silberberger Festung. Sie war wohl auch Verbindungsstraße vom Lager Friedich II in Gabersdorf nach Silberberg, als er dort die Festungsarbeiten besichtigte. (Siehe die Rote Schanze bei Gabersdorf ). Zu Beginn des Jahres 1945 kamen viele Flüchtlinge aus dem flachen Lande um Breslau herum mit ihren Wagen über Herzogswalde in die Graf-schaft Glatz, einige machten Rast in Gabersdorf. Die Trecks waren für die Fahrten durch das Gebirg ungenügend ausgerüstet. Ein schwerer Unfall ereignete sich in diesen Tagen auf der abfallenden Straße von Wiltsch nach Gabersdorf. Ein Traktor mit einem von Frauen und Kindern besetzten, überdachten Wagen, wurde nachdem er Wiltsch verlassen hatte, durch die Last der Ladung und ungenügender Bremsen, die abschüssige Straße hinabgeschoben und mit überhöhtem Tempo aus der Kurve getragen. Der Wagen stürzte dabei in den Graben an der Grenze nach Wiltsch, der zur Zeit der Schneeschmelze eine Menge Wasser mit sich führte. Dabei sind einige Frauen und ein Baby ertrunken. Mehrere Personen erlitten Verletzungen und wurden bis zur Genesung bei den Dorfbewohnern untergebracht. Am 9. Mai 1945 zog die Russische Armee die gleiche Straße, von Herzogswalde, über Wiltsch durch den Mittelpunkt von Gabersdorf, über Wiesau nach Glatz, da einige Brücken in der Umgebung von Wartha gesprengt waren.einige Brücken über die Neiße, bei Wartha und anderwo, gesprengt waren.Am 9. Mai 1945 zog die Russische Armee von Herzogswalde über Wiltsch, durch den Mittelpunkt von Gabersdorf, weiter über Wiesau nach Glatz, weil anderweitig Brücken gesprengt waren. liger Eigenarbeit des Vereines! 250 cbm Erde wurden mit Schubkarren bewegt um den Platz zu ebnen! Die Fußballtore stiftete der Sägemüller Rother, aus Gabersdorf."(Lt. Pfarrchronik "schufteten" auch 6 Arbeitlose für einen Stundenlohn von 25 Pf. mit, um diesen formvollendeten Portplatz zu gestalten.) Bereits am 1. April 1934 wurde der Sportplatz an die politische Gemeinde abgetreten. -Interessant dürfte sein daß an der alten Wiltscher Straße, mitte der dreißiger Jahre, noch das sogenannte Beckenkreuz stand. Es befand sich also an dem Weg der jetzt seiltlich des Sportplatzes vorbeiführt. Diese Art von Kreuzen wurden früher aufgestellt um die Grenzen eines Bebauungsplanes anzuzeigen. Denn danach begannen ja die Felder des Grafen von Magnis, also des Dominiums. Das Kreuz wurde später an die neue Wiltscher Straße versetzt, und ist mundartlich bekannt als das sogenannte " Beckakroize." Noch vor dem Zusammenbruch haben wir dorthin Bittprozessionen durchgeführt. Neben dem Kreuz führt der Weg in die Feldhäuser.

Foto : Hildegard Westerhold/Doas Beckakroize

Am Eingang zu den Feldhäusern

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Foto: Hildegard Westerhold/ Das alte Beckenkreuz

D i e W i l t s c h e r S t r a ß e , e i n e S t r a ß e m i t H i n t e r g r u n d

Rast auf dem Turnplatz bei der Heimreise 1990.Foto: Margaretha Gertler