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Gedichte

Gaberschdroff, mei Häämtedärfla, On iech presch off oalla wäjlan, Endliech iech diech wiedersah, Emmer krioze ond derquaar. Deine Felder, Wääje, Steijla, Iech doarchsteeber oalle Ekclan, Vum Hupprich bes zom Fescherhaa. Ob iech woas vu frieher sah. Rechts on links, entlang der Baache, Freiliech, freiliech, off die Dauer, Vertraute Heefe, Häuser stiehn. Ändert moanches siech gewieß. Lieber Goot, oa sechtam Taaje, Bluuß befällt miech leichte Trauer, Tutt's Hazze äm vu Frääda briehn! Weil's doch meine Häämte ies. - Erhard Gertler Geschrieben nach dem ersten Heimatbesuch, im Jahre 1973, unter dem Eindruck schmerzlicher Veränderungen. I c h l i e b e b e i d e Die Heimat will erobert sein, Hier ist sie so, Mit allen Deinen Sinnen, - Die neue Welt, - Ist sie bescheiden, noch so klein, Dort war es so , Du kannst ihr nicht entrinnen. Um Dich bestellt. Du mußt sie lieben, so und so, Du wirst Vergleiche ziehen, Wirst neu sie stets erleben. - Und träumen. - Oh, Mensch bedenke, und sei froh, In die Erinnerungen fliehen, Ist eine solche Dir gegeben. - Und säumen. - Jedoch, es hilft kein klagen , - Trotz allem Leide. - Du wirst am Ende sagen: " Ich liebe beide!" Erhard Gertler H e r b s t l a u b Das Herbstlaub trägt in goldnen Farben, Es fällt, - mal sanft, mal stürmisch nieder, Des Lebens Fülle stolz zur Schau. Wird weggefegt, vom Wind der Zeit , Verdeckt mit Lust, der Seele Narben, Verwandelt sich zu Erde wieder, Kennt Kommen, Gehen ganz genau. Zum Leben spenden neu bereit. Und war das Leben voll und mächtig, Der Zeiten Lauf, der anders mißt, So wie das Laub in aller Pracht, Weht tröstend über trocknes Laub. Im Wirbel überraschungsträchtig, Er ruft: " Schaut her! - So ist' s ! Hat alles schön und reich gemacht. Was heute fällt, ist morgen Staub! " Erhard Gertler W e i ß t D u 's n o c h, l e t z t e s M a l Ach wir tun uns wirklich schwer, Doch was wären wir tief im Innern, Mit der Erinnerung, mehr und mehr. Ohne unseres Erinnern? - Sagt man "früher," kommt schon "buh!" Menschheit, bist du so von Nöten, Jeder macht die Klappe zu. Musst sogar Erinnerung töten? Früher, das ist lange her, Hat nicht dieser Kindersatzt, Keinen interssiert das mehr. Mal in unserem Herzen platz? Heute! Heute! Jeder schreit, Ein Kind fragt ohne Zeit und Zahl: Und morgen ist die neue Zeit. "Weißt Du's noch, Letztes Mal?" Morgen, das ist hoffnungsvoll, Froh, wer sich erinnern kann, Dann wird alles richtig toll. Fängt's doch in der Kindheit an, Morgen, ist noch alles offen! Denn ein einziger Blick zurück, Tja, was wären wir ohne hoffen? - Ist ein Stück vom Lebensglück. Erhard Gertler ' s l e t z t e D e r h ä ä m e * Se macha fatt, Se hoan gewatt, siech doo on datt, hoan viel gebatt, die Loite vu Derhääme . die Loite vu Derhääme. Se hoan gehofft, Der Ääne gieht, goar viel on offt, der Andre gieht, die Loite vu Derhääme. 's sein Loite vu Derhääme. On jeder nemmt, dar droane kemmt, woas miete vu Derhääme. ( * Das letzte Zuhause) Erhard Gertler E i n f l ü c h t i g L e b e n Ach, wie ist es wunderschön, Jeder freut si ch, jeder liebt Dich, Dem Vogelfluge nach zu seh'n! Wenn er einmal wieder sieht Dich! Mal von Ast zu Aste zu hüpfen, Mag man Dich nicht, an diesem Ort, Unter Blätter schnell zu schlüpfen. Schwupps, schon bist Du wieder fort. Sich verstecken von der Welt, Ach, wir Menschen haben's schwer. - Unter'm himmlischen Gezelt, Wenn man doch ein Vogel wär'! - Der Gefahr flugs zu entflieh'n, Man könnt fliegen, sich verstecken, Und von Ort zu Orte zieh'n. Und die Welt könnt einen lecken. Erhard Gertler N o v e m b e r t a g e Novembertage, Wetterplage, Nichts, gar nichts scheint zu erfreuen, Schwerer Nebel drückt das Dach, Es quält sich hin, zum Überfluß. Und im Herzen ohne Frage, Abschied will das Jetzt erneuen, Türmt sich auf das Weh und Ach. Wie ein schmerzlich letzter Kuß. Schwermütig sind die Gedanken, Doch es blitzt am fernen Ende, Und die Welt verfinstert sich. Noch der Funke - Hoffnung - auf. Jeder Gleichmut kommt in's Wanken, Das sich alles wieder wende, Es regiert das triste Ich. So, wie es des Lebens Lauf. Erhard Gertler G l ä ä b t o a m i e c h Sattersch waxa ieberoal, Ies doas nee, woas du gewullt, Ohne Druck on ohne Quoal? Kroppan, kroppan, met Geduld? Ohne doas ma's diregiert, Wetter, wetter gieht doas Laaba, Ies doch ärgend woas paossiert! Du lieber Goot gräffst nie dernaaba. Ohne doas vu uuba ronder, Du denkst, - wellt ihr bestiehn, Der Mensch regiert doas gruuße Wonder. - Meßt doarchs Foier ihr a giehn, Die Menscha kroppan, tun siech miehn, Soste watt ihr nee gescheide, "Lieber Goot, ies doas nee schien?" Off da gruußa Wellenweide. Macht met mier ock emmer miete, Emmer wieder noie Schriete. Die ihr off der Welt doo gieht, Glääbt oa miech, iech mach a miet. Erhard Gertler R ü s t z e u g (*) In der Heimat konnt man bleiben, Und so war die Freude groß, Unter welchem tun und Treiben? Endlich ändert sich das Los! In der Heimat nichts zu sein, Endlich! - Endlich! - Unterricht! Fremd das Umfeld, arg das Sein. So wuchs auch die Zuversicht. Was wird aus den Kindern bloß? Schwierig war der Aufbau doch, Die Zeit vergeht, sie werden groß. Unter einem fremden Joch. Mutlos waren sie, und verdrossen, Aber, wenn man lernen will, Denn die Schule war geschlossen. Steht der Drang danach nicht still. Was des Bergmanns Mut und Kraft, Dank sei denen heut gesagt, Letzten Endes doch geschafft. Die mit Mut es auch gewagt, "Deutsche Schule, - alle Klassen,- Den Kindern Rüstzeug mitzugeben, Hieß es einst, - zusammenfassen.!" Für ein würdevolles Leben. Erhard Gertler ( * Den braven Männern gewidmet die in der Heimat bleiben mußten, der Arbeit wegen. Sie haben sich, trotz großer Bedrängnis, für den Schulbesuch ihrer Kinder eingestzt, da eine deutsche Schule nicht erlaubt war. Den Lehrern gewidmet, die den Kindern Rüstzeug gegeben haben) W e h , a c h W e h Weh, die ihr in Ruh Euch wähnt, Nichts, ach nichts, es ist beständig, Und so in die Zukunft gähnt! Was von Grund auf nicht lebendig. Weh, wenn euch geschieht auch das, Denn in all der Zeiten Wirren, Vielleicht dereinst auch so für bas! Mußten sich schon manche irren. Weh, sollt es einst Jene treffen, War es Recht, was da gescheh'n, Die dem Zeitgeist heute äffen. - Kann man das so übergeh'n? Die mit ihrem Fortschrittbesen, Nur im steten Weitergeben, Fegen weg, was einst gewesen. Kann Vergangenes überleben. Keiner will, so möcht es scheinen, Mit der Achtung vor dem Schmerz, Heut noch um Gewesenes weinen, Macht man niemals einen Scherz. Und der Lächerlichkeit gibt statt, Immer wieder trifft das Los, - Wer das Gestern in sich hat. "Menschen werden heimatlos!" Erhard Gertler W e h r e n Laßt im Sturme uns bekennen: Laßt uns frei darüber sprechen: "Nahrungsmittel nicht verbrennen!" "Die Verschwendung ein Verbrechen!" Laßt im Sturme uns jetzt wehren: Laßt uns frei darüber reden: " Nahrungsmittel nicht vergären!" "Nahrungsmittel nun für jeden!" Für den allerneuesten Hit, Hört der Hungernden die Bitt: B i o s p r i t : "Nahrungsmittel nicht für Sprit!" Erhard Gertler O h, W e i h n a c h t s z e it Oh, Weihnachtszeit, Gnadenzeit, Denn das Wunder einer Nacht, Machst die Herzen groß und weit. Hat Veränderung gebracht. Läßt uns sehnen, läßt uns hoffen, Friedlich denken, Freude schenken, Machst vom Geschehen uns betroffen. Neu den Blick nach oben lenken. Groß das Wunder dieser Welt, Jahrhunderte es uns gefällt. Immer wieder, immer neu, Daß die Menschheit sich erfreu. Erhard Gertler D o a s H o r o s k o o p Nä, 's gieht mier nee ei a Koop, " Ist 's nicht besser als zu Träumen, Iech las doch ganne 's Horoskoop. Mal den Keller aufzuräumen?" Mechte wessa woas de kemmt, Och! Mei Weib hoot siech gefräät! On ob's eitrefft ganz bestemmt. "Siste, hoa iech dersch nee gesäät? Wie iech doo amoal on guck, Doaß doas nee asu wetter gieht, Nä, verflimmt, iech staun on schluck! Goar etz schonn ei a Sternna stieht! Stellt doch da tomme Astrolooge, Mach Diech noa, räum datte uuf, Mier zom dretta Moal die Frooge: On här me'm Sternnlagucka uuf!" Erhard Gertler Die Zukunft liegt in Herrgotts Armen E i H e r r g o o t s O a r m a Wenn's noie joahr zom Oafang schleet, Bevor die erschte Stonde lätt,, On jeder nooch der Zukonft freet, Hoot ar die Oarme ausgebrätt, Doo selt mer ons nee boarma. On säät :" Iech schetz Oich oalle, 's leit oalls ei Herrgoots Oarma. Ägal, ei welchem Foalle !" Nahmts oa, on hie, asu wie's kemmt, Zom Ende säät der ganz bestemmt, " Ei Herrgoots Oarma iss geganga, Ar hoot ons emmer uufgefanga!" Erhard Gertler H e i m a t g e f ü h l Scheinbar geht es nun bergab, Doch ich schätz, was einmal war, Schon seit langem nicht im Trab. Was für alle klipp und klar, Nunmehr kräftig im Galopp. - Heimat du immerzu, - Was gewesen wird zum Flop. Läßt und läßt mier keine Ruh. Erhard Gertler Der Rechtlose schreit Zugedeckt! - Zugedeckt! Viel versprochen! Wort gebrochen! Das die Welt sich nicht erschreckt, Biblisch einmal kurz gesprochen, Ist das übergroße Leid, Von der Schuld nun doch befreit? Vergangener Zeit. " Doch siehe da, - der Rechtlose schreit," * Erhard Gertler ( * Jesaja 5,7 Der unfruchtbare Weinberg)

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Gaberschdroff, mei Häämtedärfla, On iech presch off oalla Steijlan Endliech iech diech wiedersah, Emmer kroize on derquaar, Deine Felder, Wääje ,Steijlan, Iech doarchsteeber oalle Ecklan, Vum Hupprich bes zom Fescherhaa. Ob iech woas vu frieher sah. Rechts on links entlang der Baache, Freiliech, freiliech, of die Dauer, Vertraute Häuser, Heefe stiehn, Ändert moanches siech gewieß, Lieber Gott, oa sechtam Taage, Doch befällt miech leichte Trauer, Tutt äm 's Hazze vu Frääda briehn. Weil's doch meine Häämte ies. Erhard Gertler (Geschrieben bei dem Ersten Besuch nach der Vertreibung in der Heimat, unter dem Eindruck sichtbarer Veränderungen)geschrieben

Mei Häämtedärfla Bilder aus dem Mittelpunkt von Gabersdorf

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