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Humorvolles

E i n e G a b e r s d o r f e r K ö p e n i k a d e

ugegen

Zugegeben, welcher Ort kann sich schon rühmen, einmal Majestätsbesuch gehabt zu haben? Ist dieses Wunder doch einmal geschehen und sogar einem Dorfe beschieden, so hinterläßt es einen langanhaltenden und tiefen Eindruck. Gabersorf hatte Majestätsbesuch, und das sogar zweimal. Am 19.11 1908 und fast ein Jahr später, am 7. 11. 1909. Seine Majestät, der Kronprinz Wilhelm von Preußen hatte anläßlich einer Jagt im Böhmischen Wald, Wiltsch und Ga-bersdorf besucht und dabei auch die Schulen, die Kirche, so wie das Kriegerdenkmal in Gabersdorf besichtigt. Letzteres war im Jahre 1908 eingeweiht worden. Ein Jahr darauf folgte er einer Einladung zur Besichtigung des Gedenk-steines an der Grenze zum Böhmischen Wald. Der Gedenkstein war inzwischen, zur Erinnerungan an die Anwesenheit seiner Majestät im Jahre 1908, aufgestellt worden. Gabersdorf und die der Kirchengemeinde zugehörigen Dörfer waren auf diesen Besuch gerüstet und die Militär-und Kriegervereine in Rock und Zylinder "eim Krääse "(Krääse = Mittelpunkt) angetreten. Seine Majestät genoß es, im Kreise erlesener Gäste und Herrschaften, in Gabersdorf zu ver-weilen. Weil es ihm so gut gefiel, zog sich der eigentliche Anlaß, die Inaugenscheinnahme des Gedenksteines, immer weiter hinaus. Das brachte die Veranstalter in Bedrängnis, was wohl seiner Majestät auch nicht entgangen ist, und er entschloß sich zu handeln. Er schickte kurzerhand seinen Adjutanten in der königlichen Kutsche in das Oberdorf. Dieser möge den Stein sich doch schon einmal ansehen. Damit er den Weg dorthin auch finde wurde als Begleitung der Gebauer Moaler (Maler Gebuaer) aus Wiltsch mit in die Kutsche beordert. Als nun die Kutsche in würdevollem Trab durch das Oberdorf schaukelte, standen die Bauern und Häusler vor den Türen und an der Straße, winkten und jubel-ten dem vermeintlichen Prinzen zu. Der Adjutant grüßte dankend den jubelnden Gabersdorfern zu und "der Gebauer Moaler" zog würdevoll den Zylinder.Gabersdorf hatte seine Sensation! Im Dorfe hieß es danach: " Dr Prinz vu Preußen ies ganz on goar em Gebauer Moaler aus der Weltsch ähnlich!" ( Der Prinz von Preußen ist ganz und gar dem Gebauer Maler aus Wiltsch ähnlich.)Wie köstlich, wenn sich solche Begebenheiten über Generationen erhalten und in humorvoller Weise weiter gegeben werden können! Diese Geschichte wurde mir von Frau Maria Gebauer selbst übermittelt.Erhard Gertler Gedenkstein am Anfang des Hupprich. (etwa 200 Meter nach dem Dorfende geht der Weg gleich rechts hoch in den Wald hinein) Inschrift: Zur Erinnerung an die Anwesenheit seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen auf Kamenz am 19. 11. 1908. Auf der linken Seite eingemeißelt "Prinz Wilhelm Eiche," auf der Rechten Seite "Von Steinmann Eiche." Der Landrat von Steinmann aus Glatz hatte den Prinzen auf der Jagt begleitet. Auf der Rückseite eingemeißelt : Steinmetz Heisler. Die Eichen konnten auf dem steinigen Boden vermutlich nicht wachsen. D e r P u t t e r d i e b Es woar schonn koomsch, emmer wenn Franzla aus'm Eberdorfe doo gewaast woar, fahlte a Klempla Putter aus'm Gewälbe.* Seit daam Speetherbste ging doas schonn asu. Nu koam Franzla ju efter, oaber, weil doas met da Fleckoarbtoals Mäuer eim Wenter nee asu laafa wullde, wurda die Besuche beim Schendlerpauer emmer häfflicher. Blooßiech, se wurda kärzer. Asu korz, doaß ar erscht goar nee seine Schiebermetze oabnahma toat, wenn ar ei die woarme Stube koam. On, ar hoatte emmer asu ääne Oart Boile onder seiner Schwoppe, doaß der Päuarn doas verdächtiech vierkoam. Daam Denge wullde se amoal anooch giehn! -Nu gutt, wie ar oa ämm kaala Wentertaaje wieder amoal sänn Besuch machte, toat a die Päuarn, wie emmer, off die Uufabanke baata on ar selde ock amoal viel vu seiner Oarbt bei daan verschiedna Loita derzehla. Ar kunde gutt der-zehla on ar otat's a ganne. Derbeine toade die Päuarn techtiech Reisiech ei a Kacheluufa stoppa on Franzla mußte ock emmer derzehla on derhzehla! - Ob ar nee sei Metzla oabnahma wellde, freet se? Nä, Franzla wullde sänn Speck-deckel offe behaala. Die Päuarn kachelte techtiech ei! Stoppte änn Pärschel Reisiech nooch daam andarn ei doas Uufalooch on Franzlan wurde schonn rechtiech hääß! Joa, ganz decke Schwääßbächlan liefa daam oarma Kalle oam Genecke nonder. Ar hoatte vliecht zahn Moal zom häämgiehn oagesoatzt, oaber die Päuarn hoatte emmer nooch ääne Schnoarke aus'm rausgekitzelt. Etza koam die Schwääßboahne schonn vu der Stärnne ieber die Aaja, on vu derNoase truppte da fette Schwääß. Etz woar Franzla nemme zo haala, ar wullde hääm! - Du warscht diech verkiehla, määnte die Päuarn! Oaber Franzla soatzte siech doarch! Wie se doarch a Hausflur ginga on oam Gewälbe verbei-koama hoatte die Päuarn Metlääd miet'm. Se huschte doarch die oagelahnte Gewälbatiere on koam met am Klempla Putter wieder. "Do Franze," säät se " Du hoast mier hoite asu viel Frääde gemacht, niehm doas Steckla Putter miethääm!" - Franzla ies nooch offte off Besuch gekoamma, oaber, 's hoot kä Putterklempla nemme ein Gewälbe gefahlt.Erhard Gertler ( *Gewälbe/ Gewölbe = halb unterirdischer Vorratsraum in Kellerlosen Häusern. In der Grafschaft sehr üblich)