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Vom Bau des Pfarrhauses

Z u r G e s c h i c h t e d e s P f a r r h a u s s e s v o n G a b e r s d o r f

Auf dem Gelände der heutigen Pfarrkirche von 1733 befand sich davor eine Holzkirche welche abgebrochen wurde, weil der Turm der Kirche baufällig war. Ebenso stand davor ein Pfarrhaus. Dieses hatte im Dreißigjährigen Krieg viel gelitten, so das es bereits 1735, wegen Einsturzgefahr, abgerissen werden mußte.Pfarrer zu diesem Zeitpunkt war Nudemerus* Johannes, Chrisosstomus, ein Dominikaner. (1635-1636/ er wurde sodann nach Habelschwerdt versetzt.) Sein Vorgänger Fabricius Gabriel, (1626-1634, ein geborener Gabersdorfer) konnte in der schweren Zeit das Geld für Reperaturen nicht aufbringen. (* Die Namen wurden damals lateinisiert, der Hausname steht an erster Stelle.)Im Dreisßigjährigen Krieg waren viele Verwüstungen entstanden, so daß sich die Bevölkerung nur langsam erholte, deshalb ist es nicht verwunderlich, daß erst im Jahre 1700 mit dem Neubau begonnen werden konnte. Lt. Aufzeichnungen von Walter Peschel, (etwa 1920) aus dem Buch "Liber Memorabilien Prodomo-Parochali in Gabersdorf." (Buch der Denkwürdigkeiten und Vorkommnisse ) heißt es: "So ist im Jahre 1700 ein neu gemauert Pfarrwohnung, aus Steinen, zu bauen der Anfang gemacht worden. Im folgenden Jahr fortgefahren und 1709 vollendet. Also im 10. Jahr, wobey das Grundgraben, Ausmauern und die Keller wölben, die meiste Zeit und viel Arbeit soll weggenommen haben; auch wird wie gesagt das dazumal schon alles vorrätige Geld daraufgegangen. Im allem kostete der Bau initzo noch stehenden Pfarrgebäudes bares Geld = 1720 Floren, 49 Kreuzer, 3 Heller.Davon hat die Gnädige Herrschaft geschenket 150 FlorenDer hochwürdige Herr Pfarrer Jänisch 23 Floren, 35 Kreuzer." ......... soweit der Originaltext. (Einweihung des Pfarrhauses 6. Oktober 1709)Vermutlich, so heißt es, ist auch aus dem Vermögen der hiesigen Kirche, und vielleicht auch etwas von der Rothwaltersdorfer Kirche zur Hälfte genommen worden. (Rothwaltersdorf wurde zu der Zeit von Gabersdorf mit betreut.) Alles Übrige haben die 3 Gemeinden Gabersdorf, Glätzisch - Wiltsch und Mühldorf zusammengeworfen, denn die Wiesauer haben nichts dazu gegeben. Die Gabersdorfer und die Wiltscher 38 Bauern und dem Freirichter aus Mühldorf haben jeder 15 Gespanne verrichtet. im ganzen 565 Gespanne. Die 77 Gärtner jeder 16 Handlangertage, zusammen 1232 Handlangertage. In der Bauzeit habe es viel Verdruß gegeben, heißt es u.a. . Pfarrer zur Bauzeit war Tobias Ferdinand Jänisch (!692-1716) geb. in Neuerode.

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Hier wird deutlich sichtbar welche Gründungsarbeiten nötig waren um das Pfarrhaus, das in den Berg hineingebaut wurde, zu errichten. Der Eingang auf der Straßenebene, führte zu den Räumlichkeiten des Pfarrhofes, der zur Pfarrei gehörte. Hier war das Reich der Pfarrköchin. Der Pfarrhof mit Stallungen usw., rechts davor auf schräger Ebene. Dort war das Reich des Pfarrschaffers. ( Hier residierte der Pfoarrschoaffer.) Er war zuständig für die Arbeiten auf dem Bauernhof. Der Übergang vom Pfarrhaus zur Kirche (über dem Friedhof vor der Kirche) liegt auf der Ebene der zweiten Etage. Hier befand sich die Wohnung des Pfarrers mit kleinem Pfarrsaal, in dem die Gemälde der in Gabersdorf gewesenen Pfarrer, an der Wand aufgreiht hingen. Auch schon das Bild des Letzten, in der Heimat verstorbenen Pfarrers Fridolin Bartsch. (1907 - 1940) Er war in Plomnitz geboren. Die Gabersdorfer erinnern sich mit Stolz an ihren Pfarrer Fridolin Bartsch, der auch auf dem Hof die Zügel gern selbst in die Hand nahm, und mit dem Brevier in der Hand, die Pferde an der Leine, hinter den Eggen herschritt.

Foto: Rudolf Herfurth